Territorienbildung, Forsthoheit und Wüstungsbewegung

Buchtitel "Territorienbildung, Forsthoheit und Wüstungsbewegung"

Art.ID: SM 24-4

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Als die beiden Verfasser dieser Studie im Jahre 1955 übereinkamen, in einer gemeinsamen Arbeit die Entwicklung eines größeren Forst- und Siedlungsgebietes auf der mainfränkischen Platte westlich von Würzburg zu untersuchen, waren die Interessen durch methodische wie stoffliche Gesichtspunkte bestimmt. Zunächst ging es darum, an einem lohnenden Objekt die enge Zusammenarbeit von Geographie und Geschichte zu erproben. Dabei standen eine Reihe von damals wie heute interessanten Forschungsansätzen und Fragen im Mittelpunkt. Sie betreffen vor allem: dieProbleme der Veränderung der natürlichen Umwelt durch den Menschen im Zusammenhang mit Siedlungs- und Wüstungsbewegungen, mit Waldnutzung und Waldpflege unter dem Einfluss einer beginnenden Forstwirtschaft, ferner die damit verknüpften und in der wissenschaftlichen Bedeutung ebenso gewichtigen Probleme der Bildung von Forsthoheit und Territorium in Verbindung mit dem spätmittelalterlichen Wüstungsvorgang, die möglichst quellennahe Untersuchung dieses in der Forschung noch immer aktuellen Prozesses und seiner Hintergründe sowie die Veränderungen des Gefüges von Siedlungen und Landnutzung im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.

Grundlage für die Untersuchungen waren Arbeiten im Gelände, darunter manche gemeinsamen Begehungen von Wüstungen und ihren Fluren, zeitaufwendige Archivstudien und selbstverständlich die Auswertung von Veröffentlichungen. Die Ergebnisse bieten auch eine Antwort auf die Fragen nach dem, was natürliche oder naturnahe Umwelt ist sowie nach der Entstehung heutiger administrativer Grenzen, namentlich von Landes-, Kreis- und Gemeindegrenzen. Wenn schließlich die Arbeit zu einem vertieften Verständnis der Entwicklung eines beliebten Naherholungsgebietes vor den Toren von Würzburg und seinen westlich benachbarten Gemeinden führen sollte, wäre auch damit ein Anliegen uder Verfasser erreicht.

Dass uns die Arbeit über fast 30 Jahre begleitet, wenn auch nicht ständig beschäftigt hat, liegt an den großen, vieljährigen Unterbrechungen durch anderweitige Verpflichtungen, insbesondere auch im Zusammenhang mit mehrjährigen Tätigkeiten des einen von uns in Bamberg und des anderen in Göttingen... Helmut Jäger und Walter Scherzer

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