Ferdinand Tietz in Würzburg 1736 - 1747

Buchtitel "Ferdinand Tietz in Würzburg 1736 - 1747"

Art.ID: 978-3-9800538-5-7

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Voll Bedauern stellte Bernd Wolfgang Lindemann in seiner grundlegenden Monographie über Ferdinand Tietz, "dass wir die Jugendzeit des Bildhauers nicht mit Hilfe erhaltener Denkmäler nachzeichnen können, dass sein Anteil an der Dekoration der Würzburger Residenz nicht identifizierbar ist, dass er erst später als künstlerische Persönlichkeit im modernen Sinne auftritt". Die Gründe für diese Mängel liegen vorwiegend in dem Desinteresse, das man bisher dem ersten Aufenthalt des Künstlers in Würzburg 1736 - 1747 entgegenbrachte - ganz im Gegensatz zu der Aufmerksamkeit, die sein zweiter Aufenthalt 1765 - 1768 mit der Ausarbeitung der Skulpturen des Veitshöchheimer Hofgartens beanspruchte.

Der hier aus Anlass der 300. Wiederkehr des Geburtstages von Ferdinand Tietz vorgelegte Beitrag bringt Materalien zur ersten Würzburger Zeit des Bildhauers. Es sind dies Daten und Werke, in mehr als vier Jahrzehnten zusammengetragen als Zufallsfunde aus verstreuten Akten, als Ergebnisse wiederholter Überprüfungen längst bekannter Archivalien, als letzte Überlieferung in Gestalt rarer alter Fotos von im Kriege vernichteten Kunstwerken, als Zuschreibung und nicht zuletzt als kunsthistorisches Sammelsurium eines lange Jahre im fränkischen Museumswesen Beschäftigten. In dieser Tätigkeit liegt der Grund, warum "nur" Materialien vorgestellt werden und nicht auch die stilistische Einbindung des Ferdinand Tietz in den Kontext der böhmischen und Wiener Barockplastik dargelegt wird. Hat doch die praktische Museumsarbeit und die damit verbundene, immer mehr überhandgenommene Verwaltungstätigkeit den Blick auf übergreifende kunsthistorische Entwicklungen und Probleme so sehr verstellt, dass diese Defizite auch in der Zeit des Ruhestandes nicht aufholbar zu sein scheinen. Die reiche Bebilderung des Beitrags gibt aber künftigen Bearbeitern die Möglichkeit, das Kunstwollen eines faszinierenden Bildhaueres in neuen Facetten aufleuchten lassen...

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