Die Bildhauerfamilie Auweia in Aub

Mainfränkische Sonderveröffentlichung

Buchtitel "Die Bildhauerfamilie Auweia in Aub"

Autor: Georg Menth

ISBN 978-3-924178-03-8

509 Seiten

Format: 16,7 x 24,1 cm

Sprache: deutsch

1. Auflage, schwarz-weiß Bilder, Softcover

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"Den von Euer Wohlgeboren mir gegebenen Auftrage gehorsamst zu entsprechen übersende ich in der Anlage die Biographie der beyden sogenannten Künstler Voelk und Geßner. Ich habe mich bemühet durch Männer, welchen beyde bekannt sind und durch mündliche Rücksprache mit Voelk reine Wahrheit zu erhalten. Unter der Zahl der Künstler sind sie blos was Schatten zum Licht in einem Bilde ist..."

Soweit aus dem Brief vom Beginn des vorigen Jahrhunderts an den geheimen Rat Karl Gottfried Scharold in Würzburg, der Materialien zu einer fränkischen Kunstgeschichte sammelte. Ein Hauptanliegen der vorliegenden Dissertation ist es, im Sinne Scharolds weiterzuarbeiten, freilich gebietsmäßig begrenzt und auf die Bildhauerkunst des 18. Jahrhunderts beschränkt. Um das oben angeführte Zitat aufzugreifen, das Künstler in qualitativer Wertung mit Licht und Schatten vergleicht, werden also auch weniger bedeutende Bildhauer nicht außer acht gelassen, denn erst Licht und Schatten ergebene in lebendiges Bild.

Das gilt besonders für die Mitglieder der wohl bekanntesten Bildhauerfamilie des 18. Jahrhunderts in Franken, die van der Auwera. Ihre Auber Linie umfasst Bildhauer aus drei Generationen, die bisher nur in wenigen Werken greifbar waren. Bei ihnen ist der zeitliche Rahmen mit der Heirat Joh. Michael Jos. Auweras 1737 in Aub und dem Jahre 1823 abgesteckt, in dem Joh. Georg Auwera als letzter Bildhauer dieses Namens im Auber Pfründnerspital verstarb.

Das Werk dieser Bildhauer wurde demnach im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geschaffen. Sie arbeiten hauptsächlich auf dem Land, im Ochsenfurter Gau und im Taubergrund, in einem Gebiet, das annähernd mit den Eckpunkten Ochsenfurt, Aub und Mergentheim angegeben werden kann. Für die Bildhauerfamilie Auwera war, im ganzen gesehen, in den ersten Jahrhunderthälfte wichtigster Wirkungsbereich Würzburg und die fürstbischöfliche Residenz, in der zweiten das Landstädtchen Aub und die kleine Deutschordensresidenz Mergentheim. Jedoch erst mit ihren Auber Vertretern ist das Wirken der Familie insgesamt von Anfang bis Ende zu verfolgen und spiegelt so beispielhaft Aufgaben und Spannweite, Licht und Schatten der Bildhauerkunst Frankens im ganzen 18. Jahrhundert wieder. Durch die intensive Nutzung der Archivbestände wird auch der soziologische, insbesondere der frömmigkeitsgeschichtliche Hintergrund der Bildhauerkunst erhellt.

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