Volkskalender in Unterfranken 1780 - 1880

Mainfränkische Studien 52

Buchtitel "Volkskalender in Unterfranken 1780 - 1880"

Autor: Brigitte Kleinlauth

Art.ID: SM52

Sprache: deutsch

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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Kalender und untersucht Strukturen und Entwicklungen für den Zeitraum von 1780 bis 1880. Erstmals wird im Rahmen dieser Dissertation der Versuch unternommen, die gesamte unterfränkische Kalenderproduktion zu analysieren, zeittypisches und regionalspezifisches herauszuarbeiten und in einer zusammenhängenden Darstellung zu präsentieren.

Eine Sonderstellung im Vergleich zu den Volksliedern nehmen dagegen die Wappenkalender der geistlichen und weltlichen Institutionen der Stadt Würzburg ein. Walter M. Brod untersuchte sie in seiner Schrift "Mainfränkische Kalender aus vier Jahrhunderten" von den ersten in Würzburg gedrucken Kalendertafeln bis hin zu den stattlichen, formal übergroßen und graphisch hochentwickelten Wappenkalendern des 18. Jahrhunderts. In einer weiteren Arbeit stellte derselbe Autor einige Schreibkalender des 16. Jahrhunderts vor, die den Benützern als Agenda oder Tagebuch dienten und zum Teil handschriftliche Eintragungen Schweifurter Provenienz aufweisen. Die in jüngster Zeit erschienene Arbeit von Hans-Peter Trenschel über die Würzburger Ratskalender stellt eine wichtige Ergänzung zu Walter M. Brods Werk über die Wappenkalender dar.

Die oben kurz skizzierten Schrifte befassen sich lediglich mit Sonderformen der Gattung Kalender, die somit nicht zu den populären Volkskalendern des 18. und 19. Jahrhunderts gerechnet werden können. In diesem Zusammenhang ist dagegen der Aufsatz von Hans Dünninger über den "Sulzbacher Kalender für katholische Christen (1841-1915)" von besonderem Interesse, worin der Verfasser auf die Bedeutung des Mediums für die volkskundliche Forschung aufmerksam macht.

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