Protokollbuch des Frauenklosters Unterwell bei Würzburg

Buchtitel "Protokollbuch des Frauenklosters Unterwell bei Würzburg"

Art.ID: MS 25-4

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In einer Zeit der Rückbesinnung und Vergangenheitszuwendung gewinnen Archivalien als Zeugnisse vergangener Zeiten immer mehr an Bedeutung und Interesse in der breiten Öffentlichkeit. Bei vielen beinhaltet das Geschichtswissen im wesentlichen nur die Lebensläufe der großen Herrscher, die Ereignisse und Eroberungen in den von ihnen geführten Kriegen, weniger jedoch deren Anstrengungen und Verdienste in kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Bereichen, kaum etwas ist bekannt über die Lebensumstände der Bevölkerung. Hier können Aufzeichnungen eines Zeitgenossen, der aufgrund seiner Stellung sowohl mit den regierenden Institutionen als auch mit dem einfachen Volk in engem Kontakt stand, tiefere Einblicke in die damaligen Verhältnisse gewinnen lassen.

Von den im Staatsarchiv Würzburg noch erhaltenen Standbüchern vom Frauenkloster Unterzell aus dem 17. und 18. Jahrhundert beeindruckt am stärksten das mit der Nummer 713 versehene und 429 Steiten umfassende Buch, in dem von Seite 63 bis 298 der Propst Dr. Balthasar Röthlein in persönlichen Aufzeichnungen in chronologischer Folge über die wesentlichsten Ereignisse im Verlaufe seiner von 1718 bis zu seinem Tode im Jahre 1730 während der Amtszeit berichtet. In einer lebendigen, jedoch seiner Zeit entstammenden Sprache schildert er dabei nicht nur klosterinterne Ereignisse, sondern weitaus häufiger Geschehnisse in der Außenwelt, die besonders für den wirtschaftlichen Bestand des Klosters von Bedeutung waren. Diese Aufzeichnungen, die nicht nur Quellen zur Geschichte des Klosters eröffnen, sondern allgemein kultur- und wirtschaftsgeschichtliche Aufschlüsse aus dem fränkischen Raum geben und sicher jeden historischen Interessierten beeindrucken dürften, werden hiermit in ihrem vollen Umfange und in einer gut lesbaren Form der Öffentlichkeit vorgelegt.

Unser Dank für bereitwillige Hilfe beim Zustandekommen dieses Vorhabens gilt den Damen und Herren des Staatsarchivs Würzburg, hier insbesondere Herrn Archivoberrat Dr. Alfred Tausendpfund und Herrn Archivoberrat Dr. Siegfried Wenisch für ihre freundliche Hilfsbereitschaft. Herzlichst bedanken möchten wir uns bei Herrn Diözesanarchivar Erik Soder von Güldenstubbe für die trotz seiner hohen Inanspruchnahme gewährte Unterstützung, für seinen fachlichen Rat und seine uns so wertvolle Betreuung. Zum Gelingen des Werkes trug in entscheidendem Maße bei Herrn Ekhard Schöffler, stud. phil., der die umfangreichen lateinischen Texte und Textteile ins Deutsche übersetzte, wofür ihm ganz besonders gedankt sei. Außerdem fühlen wir uns zu Dank verpflichtet bei Frau Oberamtsrätin Maria Günther in der Universitätsbibliothek Würzburg, Herrn Pater Dr. Ludger Horstkötter vom Prämonstratenserkloster Hamborn und Herrn Dr. Hans-Peter Trenschel vom Mainfränkischen Museum Würzburg, nicht zuletzt aber auch den vielen hilfsbereiten Mitarbeitern in anderen Archiven, Bibliotheken und Sammlungen, die mit kleinen, aber ebenfalls wichtigen Beiträgen der Arbeit zum Gelingen verhalfen.

Sehr verbunden sind wir Herrn Prof. DDr. Klaus Wittstadt, Herrn Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer und Herrn Stud.-Dir. Dr. Ernst-Günther Krenig, die durch die Aufnahme dieses Buches in die Schriftreihen des Würzburger Diözesangeschichtenvereins und der Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte Würzburg den Druck der Arbeit ermöglichten. Für diese wesentlihce Hilfe sei ihnen herzlichst gedankt. Maria Fischer-Flach, Wolfgang Fischer

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