Das Kunstleben in Unterfranken im 19. Jahrhundert

Mainfränkische Studien Band 50

Buchtitel "Das Kunstleben in Unterfranken im 19. Jahrhundert"

Autor: Hanna Nogossek

Art.ID: SM50

Sprache: deutsch

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"Kunstleben in Würzburg und Unterfranken im 19. Jahrhundert" bedeutet: Kunstleben in der Provinz. Auffassungen, wonach die Begriffe Kunst und Provinz einander ausschließen, inkommensurable Größen darstellen, sind nicht neu und haben unter bestimmten Bedingungen gewiss ihre Berechtigung. Es kommt auf die Definition der Begriffe Kunst resp. Kunstleben an, darauf, wie weit sie gefasst und worauf sie bezogen werden. Das, was sich in der Provinz unter den dort gegebenen Bedingungen an Kunstleben entfaltet hat, die kulturellen Aktivitäten der Bürger und das Wirken der Künstler, kann sehr wohl diesen Namen beanspruchen, doch müssen hier andere Maßstäbe gesetzt werden.

Die untersuchung der kulturellen Betätigung des Bürgertums abseits der Zentren stellt einen Beitrag zur Bestimmung der soziokulturellen Situation eines Landes dar; dabei geht es nicht um das Verhältnis einer avantgardistischen Elite zur Kunst, sondern um das Kunstverständnis breiter Schichten, und diese wiederum unterscheiden sich in ihren Gewohnheiten, Reaktionen und Vorlieben nicht sehr von Massenpublikum und Kunstkonsumenten der Großstädte.

Den vielfältigen Aspekten des Kunstlebens wird gemeinhin wenig Aufmerksamkeit zuteil. Untersuchungen auf diesem Gebiet sind komplex, denn sie bewegen sich gleichzeitig im Arbeitsfeld der Kunstgeschichte, der (regionalen) Sozial- und der Wirtschaftsgeschichte, und sie berühren Teilbereiche der Soziologie. Hinsichtlich des zweifellos bescheidenen Kunstlebens in der Provinz wird meist lediglich das Fehlen eines solchen konstatiert. Das geschieht insbesondere dann, wenn es sich um eine Region mit großen kulturellen Traditionen handelt, wie im Fall des ehemaligen Fürstbistums Würzburg.

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